Spitzensport als Hobby

Die Playoffs 2015 waren für den HC Rychenberg Winterthur leider mit 1 – 4 in der Serie gegen Alligator Malans früher zu Ende als erwünscht. Wir konnten den Aufwärtstrend leider nicht in die Playoffs mitnehmen und waren wohl etwas zu inkonstant um den zweitplatzierten Alligatoren ernsthaft herausfordern zu können.

Mit dem Ende der Saison habe ich auch meinen Rücktritt vom Spitzensport erklärt. Der grosse Aufwand für diesen Sport neben meiner Arbeitsstelle war einfach zu hoch, um ihn weiterhin mit gutem Gewissen durchführen zu können. Wenn die Zeit fehlt leiden auch die Motivation und der Spass sehr schnell einmal darunter. Trotzdem hatte ich in allen vergangenen Saisons sehr schöne und auch erfolgreiche Momente. Die Herausforderung der inneren Kämpfe zwischen dem Körper und dem Kopf werde ich sicherlich nie vergessen und vielleicht sogar etwas vermissen. Gewonnen hat wohl häufiger der Kopf J.

Spitzensport als Hobby – Jeder Spieler muss für sich selber wissen wie wichtig ihm der Sport ist und auf was er alles verzichten kann und will um seiner Lieblingsbeschäftigung nach zu gehen. Irgendwann kommt dann die Zeit, wo man merkt, dass es nun genug ist. Ich wünsche jedem, dass er dafür den richtigen Zeitpunkt finden wird. Bei mir wird sich zeigen ob es der richtige Zeitpunkt war oder nicht, momentan fühlt es sich noch wirklich gut an so wie es ist J.

Ich verabschiede mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es war eine sehr gute Zeit mit vielen neuen Freunden und Erfahrungen zu unterschiedlichsten Menschen, welche ich nicht missen möchte. Das lachende Auge kommt vor allem in dieser Jahreszeit immer wieder zur Geltung, so können endlich einmal neue Sportarten ausgiebiger ausprobiert und ausgeübt werden. Dazu gehören Schwimmen, Biken, Tennis und auch Fussball. Nicht zu vergessen sind die etlichen Grillabende und Schwimmbadbesuche während heissen Sommerabenden.
Das weinende Auge wird dann hauptsächlich während der Winterzeit und somit der Unihockey Saison wieder vermehrt auftreten. Sicherlich werde ich das eine oder andere Mal wehmütig auf der Tribüne dem Geschehen auf dem Spielfeld folgen.

Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bei allen Fans, Interessenten, Mitspielern, Clubs und allen die irgendwo ein Herz für diesen Sport haben bedanken. Dazu gehört in meinem Fall auch Sportbenzin, welches mich durch meine Spielerkarriere begleitete, sei es persönlich oder durch die Möglichkeit, welche mir mit diesem Blog geboten wurde. Dankeschön und auf ein baldiges Wiedersehen.

Joe Hartmann

Veröffentlicht von Joe Hartmann

NLA Unihockeyspieler, HC Rychenberg Winterthur