Floorball: Begeisterung in Singapur

Als kleinster Stadtstaat im Südosten Asiens hat Singapur einige Gemeinsamkeiten mit der Schweiz. Es ist ein Land mit vielen verschiedenen Kulturen, sehr sauber gehalten und man fühlt sich sicher auf der Straße. In erster Linie um eine Studentenweltmeisterschaft im Floorball zu spielen und natürlich um das Land kennen zu lernen, reiste ich mit einer zusammengewürfelten, aber ambitionierten, Mannschaft im Juni nach Singapur. Die Unterbringung in einem Studentenheim war zweckgemäß und die Organisation sehr durchdacht und zufriedenstellend. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Helfer gilt es sicherlich besonders hervorzuheben.

Singapur: Wasserhaushalt im Auge behalten

Der Spielplan sah einige happige Tage vor. So spielten wir gleich am ersten Turniertag morgens gegen Tschechien und an demselben Tag noch gegen Schweden. Bereits dies brachte einige Schwierigkeiten für eine optimale Ernährung mit sich.

Auf den Wasserhaushalt galt es jeweils speziell zu achten, da die Luftfeuchtigkeit in Singapur gegen 90 Prozent betrug. An jedem Tag stand nun ein Spiel am Morgen an und der Nachmittag stand für Sightseeing zur Verfügung. Auch hier gilt es, immer Wasser bei sich zu tragen.

Floorball Singapur

Für mich waren es die ersten Länderspiele und darum etwas ganz Besonderes. Ich genoss also meine Einsatzzeiten umso mehr und versuchte in den wichtigen Situationen bereit zu sein. Schwierig war es vor allem bei den Vormittagsspielen, da man dort genügend Flüssigkeit bereits beim Frühstück zu sich nehmen musste. Dies fiel mir jeweils ziemlich schwer und deshalb hatte ich anfangs des Aufwärmens zu diesen Spielen mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Mit dem Verlauf des Aufwärmens und des Spiels tranken wir weiterhin sehr viel Wasser und zusätzlich noch isotonische Getränke, um die Flüssigkeit schneller aufnehmen zu können.

Floorball Singapur II

Das Highlight der Weltmeisterschaft war sicherlich das Finalwochenende mit dem gewonnenen Halbfinalspiel gegen Finnland. Die Begeisterung der Singapurer und Singapurerinnen für unseren Sport lernten wir spätestens beim Finalspiel der Damen kurz vor unserem Spiel kennen. Das Spiel war auf Messers Schneide und bei jeder Torchance hüben wie drüben explodierte das Publikum mit Gekreische, lauten Zwischenrufen und Geklatsche. So macht dieser Sport natürlich umso mehr Freude. Leider ging unser Finalspiel gegen Schweden verloren und wir mussten uns mit der Silbermedaille zufriedengeben. Alles in allem war es eine sehr spannende, lehr- und erlebnisreiche Woche in Singapur.

Joe Hartmann

Veröffentlicht von Joe Hartmann

NLA Unihockeyspieler, HC Rychenberg Winterthur