Erholungsschlaf – Teil 2

Erholungsschlaf - Unihockey

In Zeiten in denen mein nächtlicher Erholungsschlaf sich um etwas mehr als sechs Stunden bewegt, fällt es mir schwer mich am Abend für ein Training zu motivieren. Sei dies für eine Einzeleinheit im Fitnesscenter, einer Joggingrunde im Wald oder aber auch für ein Mannschaftstraining in der Halle. Viele Leute denken immer wieder es sei für uns Sportler einfach sich für Einheiten zu begeistern, dies ist sicherlich nicht falsch, aber wohl auch nicht ganz richtig. So bewundere ich Einzelsportler, welchen ihren Sport alleine ausführen und sich Tag für Tag neu orientieren und motivieren müssen um ihre Ziele zu erreichen. Mir als Mannschaftssportler kam es häufig entgegen, dass die Trainingszeiten ein fixer Bestandteil der Tages- und Wochengestaltung waren. Wenn man sich also dazu verpflichtet eine komplette Saison diese Mannschaftssportart zu betreiben, dann ist man auch verpflichtet die Trainings wenn immer möglich zu besuchen, egal wie es gerade in diesem Moment mit der Motivation aussieht. Wo aber die Motivation und Freude fehlt, da bleibt auch der Fortschritt und Erfolg auf der Strecke. So versuche ich so gut wie möglich eine optimale Zeitplanung anzustreben um meinen Sport auszuführen und vor allem die Freude und Motivation daran und dafür nicht zu verlieren. Die zur Verfügung stehende Zeit hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf diese beiden Faktoren.

Von Studienkollegen wie auch von jetzigen Mitarbeitern höre ich immer wieder Zweifel daran, dass ich wirklich so viel Erholungsschlaf brauche. „Das ist reine Angewöhnungssache“, „Du musst halt früher ins Bett“ sind nur einzelne Beispiele für wenig Verständnis an meinem Dasein als Sportler mit entsprechendem Aufwand für eine NLA-Mannschaft in der Schweiz. Wo andere am Abend mal früh ins Bett können, ein Kinobesuch drin liegt oder einfach nur einen gemütlichen Abend auf dem Sofa verbringen, kämpfe ich mit meinen eigenen Gewissen um zu absolvierende Trainings und Essgewohnheiten.

Wer während des Tages wenig Energie verbraucht und viele Kalorien, Kohlenhydrate, usw. zu sich nimmt, dadurch aber weniger Schlaf benötigt, lebt aus meiner Sicht nicht besser sondern auf die Dauer ziemlich ungesund. Der Erholungsschlaf ist doch etwas Herrliches und so sollte man auch damit umgehen und es in vollen Zügen geniessen.

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Joe Hartmann

Veröffentlicht von Joe Hartmann

NLA Unihockeyspieler, HC Rychenberg Winterthur