Die richtigen Laufschuhe finden

Laufschuhe

Laufschuhe – Für den Laufsport gibt es die unterschiedlichsten Schuhe wie etwa Laufschuhe, Trailschuhe, Wettkampfschuhe, Minimalschuhe oder Neutralschuhe. Sie alle sind für den Laufsport konzipiert. Bei der Auswahl kommt es auf den persönlichen Laufstil und die bevorzugten Laufstrecken an. Durch den Unterschied zum normalen Gehen – die sogenannte Schwebephase zwischen den Schritten – ist ein besonderer Schuh für diesen Sport notwendig. Beim Aufprall müssen Muskeln und Gelenke das Zwei- bis Dreifache des Körpergewichtes abfedern, wobei hauptsächlich zwei Muskelgruppen und zwei Gelenke betroffen sind: vordere Oberschenkelmuskulatur, Wadenmuskulatur, Knie- und Fussgelenk. Spezielle Laufschuhe unterstützen diese Muskeln und Gelenke, dabei dämpfen und stabilisieren sie zusätzlich.

Der Aufbau von Laufschuhen

Joggingschuhe haben eine komplexe Struktur. Die Laufsohle oder Aussensohle ist aus einem abriebfesten Material hergestellt, das viele Kilometer halten soll. Die Zwischen- oder Mittelsohle befindet sich zwischen der Laufsohle und dem oberen Schuhteil. Dieser Teil besteht meist aus aufgeschäumtem Ethylenvinylacetat (EVA), einem extrem leichter Kunststoff. Bei manchen Herstellern sind in dieser Zwischensohle zusätzlich Dämpfungselemente eingebaut wie etwa Dämpfungskissen aus Gel.

Laufschuhe

Auf die Plätze – fertig – los! Mit dem richtigen Laufschuh macht das Laufen Spass und das Verletzungsrisiko verringert sich

Anatomische Gründe, die für einen speziellen Laufschuh sprechen

Unsere Füsse sind einzigartige Wunderwerke der Natur, die uns unser ganzes Leben tragen – und die wir nicht vernachlässigen sollten. Probleme mit den Füssen kommen häufig durch falsches Schuhwerk. Das kann im Lauf der Zeit schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Der menschliche Fuss setzt sich aus fast 30 Knochen, 30 Gelenken und etwa 60 Muskeln zusammen. Mehr als 100 Bänder und 200 Sehnen sorgen für stabile Verbindungen. In den Fusssohlen sind mehr Sinneszellen als im Gesicht.

Aus anatomischer Sicht ist es auch wichtig, dass Frauen sich spezielle Frauenlaufschuhe kaufen. Das liegt daran, dass Frauenfüsse von Natur aus schmaler sind, das Fussgelenk liegt tiefer und der Fuss ist flacher, hat also weniger Volumen. Frauen haben ein breiteres Becken als Männer, was bedingt, dass der Fuss in einem anderen Winkel steht. Ausserdem sind Frauen meist leichter bei gleicher Schuhgrösse. Die Füsse von Frauen sind insgesamt beweglicher. Im Alltag tragen Frauen oft hochhackige Schuhe, was zu einer Verkürzung der Wadenmuskulatur führen kann.

Ein besonders wichtiges Element für den Kauf eines Laufschuhs ist das Körpergewicht und das daran angepasste Schuhgewicht. Beim Vergleich eines Mannes mit einer Frau bei gleicher Schuhgrösse, ist der Mann im Durchschnitt um 15 Prozent schwerer. Das ist meist dadurch bedingt, dass der Mann um circa 15 Prozent grösser ist. Wären beide Schuhe gleich, wäre der Schuh für die Frau viel zu stark gedämpft. Damenschuhe haben dadurch eine insgesamt weichere Zwischensohle und der Schuh ist leichter. Die Unterschiede zwischen Damen- und Herren-Laufschuhen haben auch Einfluss auf die Stabilität. Der Damenschuh ist wesentlich flexibler. Stiftung Warentest hat verschiedene Laufschuhe getestet.

Die Dämpfung – wichtiges Kriterium für Laufschuhe

Sowohl eine zu geringe wie auch eine zu starke Dämpfung bringen Probleme mit sich. Dabei ist eine mässige Dämpfung normalerweise ausreichend. Die Dämpfung soll vor allem:

  • die Belastung des Fusses beim Laufen durch das Gewicht reduzieren.
  • bei bestimmten orthopädischen Problemen entlasten.
  • ausgleichend wirken beim Laufen auf hartem Untergrund.
  • Gelenke, Sehnen und Bänder bei Laufanfängern stützen.

Forschungen haben gezeigt, dass eine zu ausgeprägte Dämpfung dazu führen kann, dass das Laufen die eigenen Muskeln, Sehnen und Bänder nicht mehr so sehr beansprucht, was auf Dauer Fussfehlstellungen zur Folge haben kann. Im Gegensatz dazu birgt ein vollständig ungedämpfter Schuh ebenfalls ein Risiko. Der ungedämpfte Schuh belastet die Gelenke, Knochen und Bänder sehr stark, was leicht zu Beschwerden in den Knien, den Sprunggelenken oder in der Achillessehne führen kann.

Wie viel Dämpfung soll der Laufschuh haben?

Insbesondere Laufanfänger stellen sich beim Laufschuhkauf sicherlich diese Frage. Bei der Beantwortung ist vor allem das eigene Verhalten wichtig. Eine leichte Dämpfung ist vor allem für Laufanfänger und Wiedereinsteiger zu empfehlen. Wer viel auf hartem Untergrund läuft oder mittleres Übergewicht hat, braucht eine mittlere Dämpfung, genauso wie Läufer, die lange Strecken laufen oder orthopädische Probleme haben. Eine stärkere Dämpfung brauchen schwere Läufer. Die Schuhe schützen die Füsse und den gesamten Halteapparat vor Verletzungen durch Überlastung. Ausserdem hilft die stärkere Dämpfung übergewichtigen Läufern, Knieverletzungen vorzubeugen.

Spezielle Membranen

Häufig sind Laufschuhe mit speziellen Membranen ausgestattet. Diese sind aus mehreren Schichten aufgebaut und von vielen mikrokleinen Poren durchzogen. Sie machen das Eindringen von Wasser unmöglich. Die Schuhe sind dadurch nicht nur wasserabweisend, sondern Wasser kann gar nicht in den Schuh eindringen. Gleichzeitig lassen die Poren aber den im inneren entstehenden Wasserdampf entweichen. Dadurch ist der Schuh atmungsaktiv, feuchte Schweissfüsse gehören der Vergangenheit an. Diese Membranen sind meist aus expandiertem Polytetrafluorethylen (ePTFE) oder Polyurethan (PU) hergestellt.

Wie viele Paar Laufschuhe sind notwendig?

Wer nur ein- oder zweimal in der Woche auf die Piste geht, braucht sich um die Anzahl seiner Laufschuhe nicht zu sorgen. Dann ist ein Paar vollkommen ausreichend. Trainiert ein Läufer jedoch regelmässig mehrmals die Woche, empfehlen Sportwissenschaftler, mehrere Laufschuhe zur Verfügung zu haben und bei jedem Training die Schuhe zu wechseln. Manche Empfehlungen gehen dahin, dass ein Läufer, der fünfmal die Woche trainiert, fünf Paar Laufschuhe haben sollte. Für alle, die mehrmals die Woche laufen, ist es wichtig, mindestens ein oder zwei Paar zusätzliche Schuhe zum Wechseln zu haben. Nach einem längeren Lauf oder bei schlechtem Wetter sind die Schuhe nass und trocknen in der Regel nicht so schnell. In diesem Fall müsste der Lauf am nächsten Tag ausfallen, weil die Schuhe nass sind.

Für die Füsse ist ein bisschen Abwechslung bei höherer Beanspruchung ebenfalls gut. Verschiedene Schuhe belasten die Sehnen, Bänder und Gelenke auf unterschiedliche Weise.

Laufschuhe

Ganz so viele Paar Laufschuhe müssen es natürlich nicht sein. Aber wer mehrmals die Woche zum Training geht, braucht mindestens zwei oder drei Paar zum Wechseln.

Fazit

Bei regelmässigem Lauftraining werden spezielle Laufschuhe dringend angeraten. Sie sind auf die Bedürfnisse der Füsse beim Laufen abgestimmt, helfen Verletzungen und Beschwerden zu vermeiden. Die besondere Dämpfung ist notwendig, weil der Laufschuh bei jedem Schritt ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts abfangen muss. Das Angebot an Laufschuhen ist sehr gross. Da jeder Mensch anders ist und andere Vorlieben hat, muss sich jeder seinen persönlichen Lieblingsschuh auswählen.

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