Darmaufbau- Alles was du wissen musst

Darmaufbau

Darmaufbau – Der Darm ist ein äusserst faszinierendes Organ, das glücklicherweise immer mehr zurück ins Bewusstsein der Menschen gelangt. Denn der Darm fristet leider seit langer Zeit ein völlig unterschätztes Dasein. Was oftmals vergessen wird: Im Darm sitzt das Leben! Denn hier tummeln sich Abermillionen kleiner Mikroorganismen, die gemeinsam unsere Darmflora bilden. Der Darm ist schlicht und einfach ein Wunderorgan – und darüber hinaus enorm wichtig für unser Wohlbefinden.

Wohlbefinden und Schönheit kommen von Innen und vor allem unser Darm hat einen grossen Einfluss auf diese beiden Dinge. In der Naturheilkunde gilt das Organ seit jeher als Sitz der Gesundheit und auch immer mehr Studien bestätigen seinen Einfluss auf unsere Vitalität, unsere Stimmung, unser Hautbild und unser Gewicht. So sorgsam wir unser Äusseres pflegen, sollten wir daher auch unseren Darm behandeln.

„Der Darm ist wie ein zweites Gehirn. Er steuert Emotionen und verfügt über eine eigene Wahrnehmung.“

Wunderwerk des Körpers: Der Verdauungstrakt

Der Verdauungstrakt beginnt im Mund, denn schon dort werden die ersten Nahrungsbestandteile aufgespalten. Die Nahrung wandert anschliessend durch die Speiseröhre in den Magen, wo eine weitere Vorverdauung stattfindet. Dort herrscht ein niedriger pH-Wert von ca. 3, was darauf zurückzuführen ist, dass täglich bis zu drei Liter Magensäure in das Organ abgegeben werden. Die eigentliche Verdauung und Aufnahme der Nahrungsbestandteile ins Blut erfolgt aber im Darm.

Der Darm gliedert sich in mehrere Abschnitte. Die beiden wichtigsten sind der Dünn- und der Dickdarm. Der Dünndarm schliesst direkt an den Magen an und übernimmt die Hauptaufgabe der Verdauung. Zahlreiche Enzyme spalten die Nahrungsbestandteile in kleinere Moleküle auf, sodass sie die Darmwand passieren können. Die grosse Oberfläche des Darms entsteht durch seine zahlreichen Windungen und Ausstülpungen, den sogenannten Darmzotten. Sie bewirken, dass möglichst viel Fläche zur Resorption der Nährstoffe entsteht.

Der Darm stellt ausserdem eine wichtige Barriere für Fremdstoffe und Erreger dar. So ist ein grosser Teil unseres Immunsystems im Darm lokalisiert und sorgt dort für unsere Gesundheit. Dem Dünndarm schliesst der Dickdarm an. Er hat die Funktion, den Speisebrei zu transportieren und einzudicken, indem er ihm Wasser entzieht. Der Dickdarm ist besonders stark mit Bakterien besiedelt. Diese sogenannte Darmflora hilft bei der Verdauung mit und wird mit vielen weiteren Prozessen in Verbindung gebracht. Wenn die Mahlzeit den Verdauungstrakt komplett durchlaufen hat, wird alles, was nicht vom Körper aufgenommen wurde, wieder ausgeschieden. Dabei handelt es sich z.B. um unverdauliche Nahrungsfasern.

„Der Darm hat eine grössere Oberfläche als ein Fussballfeld.“

Ab und zu Bauchschmerzen zu haben oder ein unangenehmen Völlegefühl zu verspüren, ist oft unproblematisch. Ein Spaziergang oder ein Tee aus Pfefferminze, Fenchel, Kümmel oder Anis bringen oft schnelle Abhilfe.

Wird es allerdings zur Gewohnheit, dass nach dem Essen der Bauch zwickt, sollte man sich auf die Suche nach den Ursachen machen. Eindeutige Anzeichen für eine gestörte Verdauung sind Symptome wie häufige Blähungen, Durchfall und Verstopfung. Eine langfristige Störung der Verdauung und eine damit einhergehende, schlechte Nährstoffaufnahme können sich in häufigen Infekten, Über- oder Untergewicht, unreiner Haut, stumpfem Haar oder Haarausfall und sogar schlechter Laune bemerkbar machen.

Wie kommt es zu Verdauungsproblemen?

Der Alltag vieler Menschen ist heute leider von Hektik geprägt. Das Essen wird bloss nebenbei und unbewusst, unter Stress und in kurzer Zeit verzehrt. Da fällt es schwer, sich über die eigene Ernährung Gedanken zu machen. Oft kommen wenige frische Lebensmittel, dafür aber viele Weissmehlprodukte und Fast Food auf den Tisch, mit denen unser Verdauungssystem zwar ab und zu umgehen kann. Doch auf Dauer ist es dafür nicht gemacht. Abgesehen davon enthält diese Art von Ernährung meist zu viel Fett und zu wenige Vitamine und Mineralstoffe. Was dieser Ernährung ausserdem fehlt, sind Ballaststoffe. Ballaststoffe sind Nahrungsbestandteile, die zwar unverdaulich sind, aber trotz ihres Namens keinesfalls Ballast darstellen. Sie quellen im Darm auf und fördern die Darmbewegung und damit den Transport des Darminhalts. Dies reinigt ihn auf natürliche Art und Weise und sorgt dafür, dass sich nichts in den vielen kleinen Ausstülpungen ablagert. Ablagerungen dieser Art sind ein wahres Fest für Darmparasiten, die die Darmaktivität einschränken können. Die falsche Ernährung führt zudem zu einem selektiven Wachstum der Darmbakterien im Dickdarm. Es vermehren sich diejenigen Spezies, die u.a. mit Übergewicht oder entzündlichen Darmkrankheiten in Verbindung gebracht werden.

80 % unserer Immunzellen befinden sich im Darm!

Was man dagegen tun kann

Ein gesunder Darm beheimatet eine breite Palette verschiedener Bakterienarten und reinigt sich so selbst. Dabei hilft eine Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, fermentierten Lebensmitteln und sogenannten Präbiotika. Präbiotika sind Lebensmittel, die Nahrung für die probiotischen (nützlichen) Darmbakterien darstellen und deren Wachstum fördern. Zu den Präbiotika zählen insbesondere Inulin aus Chicorée oder Topinambur, Zwiebeln, Spargel oder Schwarzwurzeln sowie Yaconsirup/-Pulver oder Apfelpektin. Vor allem aber einen Darmaubau kann wahre Wunder bewirken. Ablagerungen werden gelöst und ausgeschieden und die Darmflora wird durch den Verzehr von Probiotika, also lebenden Darmbakterien, aufgebaut.

Wird die Darmaufbau-Kur regelmässig angewendet, z.B. einmal pro Jahr, dann genügt ein Zeitraum von vier Wochen, was auch zum Einstieg eine gute Dauer darstellt. Während einer 3-Monate-Kur wird der Darm besonders gründlich gereinigt, was sich dann anbietet, wenn schon längere Zeit keine Kur mehr durchgeführt wurde. Besonders nach einer Antibiotikatherapie kann die Einnahme von Probiotika dabei helfen, die Darmflora wieder aufzubauen. Denn leider unterscheiden Antibiotika in ihrer Wirkung nicht zwischen den guten und schlechten Bakterien.

Gegen die langfristige Einnahme von Probiotika spricht übrigens nichts. Wichtig ist dann aber, dass das entsprechende Probiotikum frei von künstlichen Zusatzstoffen ist. Im besten Fall beinhaltet es mindestens zehn verschiedene Bakterienstämme.

„Im Laufe eines durchschnittlichen Lebens verarbeitet der Darm über 30 Tonnen Nahrungsmittel.“

Die Hauptkomponenten einer möglichen Darmaufbau-Kur

Flohsamenschalen

Die Ablagerungen im Darm lösen sich mithilfe von Flohsamenschalen, die auch Psyllium genannt werden. Sie liefern in erster Linie lösliche Ballaststoffe, die im Darm um ein Vielfaches aufquellen und den Darminhalt vergrössern. Auf ihrer Reise durch den Darm reinigen sie ihn und aktivieren die natürlichen Reflexe zur Darmentleerung.

Zeolith

Zeolith ist ein mikroporöses Tuffgestein vulkanischen Ursprungs und eines der wenigen Mittel, das Säuren und Schwermetalle stark an sich bindet und zu Ausscheidung bringt. Die Leber, die Nieren, die Bauchspeicheldrüse, das Blut sowie der gesamte Verdauungstrakt werden entlastet. Metallothionein-Komplexe (körpereigene Struktur, die Schwermetalle binden) werden von ihrer Last befreit und sind wieder frei, um Schwermetalllager im ganzen Körper zu binden und über die Niere auszuscheiden.

Probiotika

Mithilfe eines natürlichen Probiotikums wird die Darmflora während des Darmaufbau aufgebaut und gestärkt.

Zusätzlichen können verwendet werden:

Sango-Koralle

Die Sango-Koralle versorgt den Körper mit basischen Mineralstoffen.

Chlorella-Alge

Die Chlorella-Alge ist dafür bekannt, den Reinigungsprozess im Körper zu unterstützen.

Und danach?

Auf dem Weg zu einem optimalen Wohlbefinden müssen 4 entscheidende Schritte gemacht werden, um die Darmflora zu erhalten und zu kultivieren:

  • ausreichend trinken
  • gesund essen
  • regelmässig bewegen
  • Darmaufbau durchführen

Schon mit ein paar simplen Umstellungen sind diese Schritte keine grosse Herausforderung:

  • Reichlich frisches Gemüse, Obst und öfters Sprossen, Samen und Kerne essen
  • Mindestens 2 Liter Wasser oder ungesüssten Tee pro Tag trinken
  • Regelmässige Bewegung wirkt wunder; lieber häufig kürzere, als bloss selten längere Einheiten
  • Präbiotische Lebensmittel zu sich nehmen: Chicorée, Spargel, Zwiebeln, Schwarzwurzel, Lauch, Artischocken, Sauerkraut, Pastinaken, Yacon-Sirup/-Pulver oder Inulinpulver
  • Gegebenenfalls auf probiotische Nahrungsergänzungsmittel zurück greifen

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